Namibia Teil 1

Mal was anderes als Traveln.

Wir starteten unsere vorgebuchte Selbstfahrertour nach der Ankunft in Windhoek.

Endlos lange dauerte das alles, bis wir Geld, Simcard und den 4-Wheel-Duster hatten. Das Roadbook mit den Vouchers für unsere Unterkünfte gab es auch nicht wie versprochen am Airport, also düsten wir los zu unserem erstem Hotel vor Ort. Wir haben im „deutschen“ Namibia nicht mit Linksverkehr und Linksschaltung gerechnet. Sehr gewöhnungsbedürftig! Da das Zimmer erst ab 13 Uhr zu haben war, gingen wir Mittagessen und kauften wir ein. Danach fanden wir im Hotel auch das Roadbook vor.

Unsere Ecke in Windhoek war ok, man konnte abends zu Fuß zu Bierbar und Restaurants laufen.

Unsere Tour (siehe Karte) für 2 Wochen umfasste nur die obere Hälfte von Namibia, da wir nicht unendlich auf den Ratterstrassen herumfahren wollten. Die nächste Übernachtung war die Astro-Lodge Hako´s GH im Khomas Hochland am Gamsbergpaß. Dort waren nur Astrologen untergebracht, die tagsüber schlafen und nächtens mit ihrem Laptops an den Teleskopen sitzen. Seltsames Volk.

Aber wir bekamen abends eine Einführung in sie Astronomie und konnten dank Neumond und einem guten Teleskop die riesig breite Milchstrasse, den Saturn mit Ring, den Jupiter mit den 2 Strichen und den 4 galiäischen Monden sowie das Sternzeichen Skorpion sehen. Aber kalt und windig war´s !

Weiter gings über den Gamsbergpaß am Kuisep Paß vorbei Richtung Walfishbay, wo wir nach der Düne No. 7 endlich ans Meer kamen. Nach einer wunderbar asphaltierten Straße kamen wir nachmittags am Guesthouse an. Swakopmund gefiel uns, nur am Meer blies eiskalter Wind – das Städtchen war ganz hübsch. Fanden auch ein tolles Restaurant und aßen das erste mal den tollen Kingklip-Fisch!

Fotos 14 – 26

Nach einer informativen Unterhaltung mit der Chefin beim Frühstück gings auf einer „Autobahn“ weiter Richtung Spritzkoppe. Dieses Felsmassiv aus Granitgestein gehört zur Erongo Bergregion. Hier hätte ich auch gerne gewohnt. Es gab eine Lodge und einen Wahnsinns Campingplatz! Die Spitzkoppe ist ein Highlight !

Wir picknickten und zahlten Eintritt, um uns zwei Std. lang die skurile Landschaft mit den Gesteinsformationen anzuschauen.

Dann fuhren wir weiter durch die Pampa und erreichten spätnachmittags die Ai Aiba Rock Painting Lodge. Fantastische Lage im Erongo-Gebirge, ein Traum mit unglaublicher Ruhe, und wir genossen die Abkühlung im Pool und das eiskalte Fassbier nach dem heißen Tag!

Morgens besuchten wir das Living Museum der San (=Buschmen) genannt. Das lebende Museum ist eine Mischung aus Schule und Museum und wird von den San eigenständig betrieben. Man bekommt einen Eindruck des ursprünglichen Lebens dieser friedfertigen Jäger und Sammler.

Diese Einnahmequelle wird als Projekt der Farm Omandumba betrieben, 10% der Einnahmen gehen an die Farm für deren Aufwendungen und 90% behalten die San.

Man zahlt eine Gebühr und kann diese Menschen bei der Herstellung von Schmuck, Bögen, Äxten und Werkzeugen beobachten, die man dort auch erwerben kann.

Unser Englisch sprechender San zeigte uns wie man aus Naturpflanzen Seile herstellt und Feuer macht. Und man konnte ihn alles fragen und fotografieren. Beeindruckend war das.

So geraten auch diese alten Fähigkeiten nicht in Vergessenheit.

Dann folgte ein endlos langer Tag auf einer schrecklichen Hoppelpiste (Hauptstasse!) immer noch unterwegs im Damaraland. Das Gerüttel ist nicht das Schlimmste, sondern die laute Geräuschkulisse im Auto, dazu noch das AC-Gebläse, denn die senkrecht stehende Sonne lässt einem oft im Wagen auch in der Sonne sitzen.

Wir waren so groggy, dass wir die 140 km Umweg zum UNESCO Weltkulturerbe (Felsgravuren von Twyfelfontain) nicht machten und freuten uns auf die Vingerklip-Lodge mit 2 Übernachtungen – endlich mal Ruhe!

Die Lodge ist nach der Fingerklippe benannt, Tolle Anlage und gandiose Aussicht von jedem der Cottages.

Fotos

Nach dem üppigen Frühstück machten wir eine Wanderung zum „Vingerklip“, einem durch Erosion eigenwillig geformten Dolomitfelsen, der in der eindrucksvollen Landschaft des Ugab Flusstales liegt . Ab 11 Uhr ist es gnadenlos heiß zur Zeit und wir genossen den Schatten am Pool.

das Ugab Tal, ein prähistorisches Flusstal

Um 17.30 machten wir uns an den Aufstieg zum Eagle Nest Restaurant – für mich das zweite Highlight dieser Reise. Ein kleines Restaurant mit einem unschlagbaren Rundblick auf den Ugab Terrassen . Beim Checkin hatte man vergessen uns zu sagen, dass wir das Abendessen statt im großen Restaurant auch dort oben auf dem Plateau einnehmen können. Wir hatten Glück und konnten bleiben und diese wundervolle Atmosphäre erleben! Und kaum sitzt man nahe beieinander, kommt man sogar mit anderen Reisenden ins Gespräch – was sonst überhaupt nicht der Fall ist.

Blick Richtung Zugangsstrasse

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