Mae Salong

Santikhiri früher: Mae Salong

wurde 1961 als Mae Salong von den aus Myanmar flüchtenden Kuomintang (KMT)-Chinesen des 93. Regiments auf dem Berg Doi Mae Salong gegründet.

Statt kriegerischer Betätigung verlegten sich auf den Opiumanbau, nach den 80ern steckte man die Erlöse in den Teeanbau.

(für alle wie ich, die KMT nicht einordnen können: das waren nationalchinesische militärische Einheiten, die nach ihrer Niederlage im chinesischen Bürgerkrieg 1949 nicht nach Taiwan, sondern nach Burma flohen – noch genaueres – vor allem zum Opium – Wikipedia).

Man nennt Mae Salong auch das Yunnanese Village. Die Yunnan-Chinesen waren die zivilen Flüchtllinge, die sich in Mae Salong ansiedelten. Ein kleines bisschen Südchina in Thailand nahe der burmesischen Grenze.

Da wollten wir hin, Mae Salong liegt auf einer Höhe von 1300 m hat im Gegensatz zu dem gesamten nördlichen Thailand zur jetzigen Zeit Gute Luft!

Nach einer Nacht in Chiang Rai fuhren wir mit dem Minibus nach Norden bis Mae Chan und wurden an einer Kreuzung auf wartende Songthaws (die hier Bus heißen!) hingewiesen. Irgendwie waren wir um die Mittagszeit spät dran, denn auch nach einer Std. Warten und köstlicher Nudelsuppe fanden sich keine Mitfahrer für die 40 km nach Mae Salong. Ok, dann halt special trip zu dritt für 500 Baht.

Bekamen ein tolles kleines Hotel mitten im Ort – deluxe für 14€ pp und zogen los, den Ort zu erkunden. Unsere Aktivität wurde schnell gebremst, da es laufend steil bergauf und bergab geht. Also auf ein Bier in einer strategisch günstig gelegenen Kneipe mit Terrasse.

Seltsamerweise konnten wir uns kaum verständigen. Selten Englisch, kein Thai – meist Chinesisch und Akha-Sprache. Uijuijuihhh !

Ein Markt unterhalb unseres Hotels, sowie der sehr beliebte 7/11 erleichterten das Nahrungsangebot. Und fantastisch ist, dass man oft kleine Cafes mit Espresso oder Latte findet, so dass man sich den leckeren Nescafe sparen kann.

Nach 2 Tagen war die nähere Umgebung erkundet, die 716 Stufen zum Chedi hoch und runter gelaufen, der Touristenmarkt besucht und einen Akha Homestay entdeckt.

Kulinarisch: den Tealeafsalat mit frischen Teeblättern, die Yunnan-Nudeln probiert, den Chef des 50 Jahre alten Cafes angeflirtet, der auch Massagen im Hotelzimmer anbietet sowie ein Picknick an der Hühnchenbraterei genossen.

Die Mädels reisten zurück nach Chiang Mai und ich blieb noch einen Tag und schaute mir noch ein Akhadorf in der Nähe an.

Nächster Plan: nach Chiang Saen zur laotischen Grenze an den Mekong, und mir die tolle Opium-Hall Nähe Goldenem Dreieck anschauen. Es soll ein sensationelles Museum mit Geschichte über Opium, die Opiumkriege und diverse Dokumentationen sein.

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