Chiang Saen – 2

Damit waren die Würfel gefallen – ich bleibe hier. Habe ja noch Zeit bis zum Grenzwechsel nach Laos. Wie schön ist es, wenn man bleiben kann! Was eine tolle Atmosphäre in diesem Ort!

Und ich bekam auch mein Traumzimmer (1. Stock, Veranda, KS, Bad, sogar AC, wenn man wollte – 10€ die Nacht, 10 Schritte bis zum Mekong, um die Ecke den besten Espresso Macchiato mit Blick auf den Fluss und dahinter Laos. Irgendwie unglaublich, wenn man an die Preise auf den Inseln denkt.

Ratz fatz umgezogen morgens, dann mit dem Sammeltaxi zur Opium Hall ans Goldene Dreieck – und wieder war ich alleine, bis ein koreanischer Mönch neben mir stand. Ich hatte ihn schon mal irgendwo gesehen und erinnerte mich an sein ungewöhnliches, aber stimmiges Outfit. Ich sprach ihn an, von da an blieben wir zusammen.

Das Museum ist seine 200 B. Wert, und nach 3 Std. erblickten wir wieder die Sonne, die hatten wir auch nötig – ganz schön kühl war´s da drin.

Praktischerweise hatte der Koreaner ein Auto gemietet und konnte mich mit zurück nach Chiang Saeng nehmen, wo er in einem Hostel wohnte.

Ich lud ihn zum Essen ein, empfahl ihm die Spezialitätensuppe des Nordens Khao Soi und zeigte ihm den grandiosen Tagesmarkt und erklärte ihm vieles, was er nicht kannte . Sein Englisch war very little, er gehört zu der Sorte, die viel liest, aber keine Praxis im Sprechen hat. Aber so ein netter, feiner Mensch.

Im Gegensatz zu den Thaimönchen dürfen die Koreaner mit Frauen sprechen, sich neben sie setzen und auch mit ihnen essen. Und alle 9 Jahre kann er mal 3 Wochen Urlaub vom Kloster machen. Auf meine Frage hin, ob er zufrieden mit seinem Leben sei, antwortete er JA – also, alles bestens. Er sieht auch so aus, keine Falte im Gesicht, ist 47.

Tja, und abends kam ich auch wieder nicht weit auf dem Mekong-Nachtmarkt. Diesmal überredete mich eine Gruppe, die von hier war. Pensionierte Lehrer. Diesmal war ich schon schlauer, liess mich auf ein Glas Bier ein, lehnte aber das Essensangebot kategorisch aber repektvoll ab, als ich sah, was man so anbrachte.

Zuerst ein Schraubglas, welches geschüttelt wurde, so dass sich die Sauce verteilte. Dann wurde der Deckel abgenommen und die Mini-Shrimps sprangen noch hoch. Nicht lange – denn die Thais löffelten sie in sich rein. Da staunte ich vielleicht. Nein, ich sagte nicht: Igitt. Das macht man nie !(!!), außerdem könnte man das hier bei 50 % der Fleischgerichte sagen.

Ich habe immer schon gedacht, ich esse vieles, ja – in Europa. Aber hier in SO-Asien pienze ich rum. Und Fleisch esse ich immer weniger.

Mit einem Fahrrad radelte ich 10 km zum See von Chiang Saen, verbrachte den restlichen halben Tag in einem wunderschönen Cafe mit Schatten, dazwischen noch Markt, Massage, Busticket besorgen und genoß abends wieder den Nachtmarkt.

Leider ist durch das Abfackeln der Felder im ganzen Norden Thailands inkl. Laos bis nach Bangkok herunter ganz schlechte Luft. Werte von über 200 sind gesundheitsbedrohlich – aber man kann bei 35 Grad nicht laufend mit einer Maske herum laufen. Nachts wirds schön kühl um die 20 Grad, aber leider gehen die Werte da auch nicht herunter. Die Sonne kommt oft kaum mehr durch, es ist diesig. Brennen der Augen ist ein Zeichen der schlechten Luft über 200 – genaueres unter www.airvisual.com.

Am 15.3. setze ich mich in den Bus und fuhr über Chiang Rai und Phayao zu dem unspektakulären Ort Nan, um dort einen alten Freund zu besuchen.

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