Raja Ampat (Corepen, Sorong und Ambon)

Am 15.12. fuhren wir nach dem großen Regen nach Gam und trafen unsere Freunde Adam und Anna dort, um gemeinsam zu tauchen.

Der Resort, der auch Tauchen anbietet, ist seit letztem Jahr um 5 Hütten gewachsen, der alte Chef ist gestorben und alles klappt nicht mehr gut.

Keiner da, der einem empfängt, neue Infos gibt – sehr chaotisch. Die Sauberkeit ließ auch zu wünschen übrig – und nur 2 Klos und eine Dusche für alle !!! Klopap laufend all, die Klopap-Einer werden nicht geleert, verbrauchte Verpackungen liegen überall rum – aber auf dem Pfad gefegt wird jeden Tag.

Aber die Europäer sind auch schlampig. Der letzte Verbraucher geht kein neues holen und wenn man das Wasser geleert hat, wird nicht aufgefüllt.

Der Diveshop bewältigt von der Ausrüstung her keine 12 Taucher – selten bringt jemand eigenes Gear mit.

Wir hatten auch Pech, alles war voll, der einzige Bungalow, der übrig war, lag zu nah am Essraum, der Küche und dem Generator.

Aber der neue Doppelbungi am Ende war frei, mit hohem Bett und freiem Blick zur Natur und nicht auf Nachbars Unterhosen. Also gebongt – und die andere Seite blieb frei bis zu unserer Abreise!)

Zwei der Tauchgänge waren so unglaublich. Kaum Strömung, trotzdem viele Fischschwärme, Haie, Wobbegongs und die Mantas schwebten dort nur so um uns herum! Ich dachte, ich träume und konnte es nicht fassen.Traumhaft. Wir kamen hoch und waren sprachlos.

Zwei Tage später ging es mir plötzlich schlecht. Dann Fieber, fröstelte und fühlte mich matt. Malaria oder Dengue? (Die Banda Islands und Raja Ampat sind Risikogebiete.)

Zum Fieber kamen sporadische Kopfschmerzen, als würde mir jemand Stricknadeln in den Stopf stechen (kannte ich auch von der Malaria tropica vor 15 Jahren), was aber mit Paracetamol in Griff zu kriegen war. Aber ich fühlte, da ist mehr, Bluttest ist angesagt. Ab nach Sorong.

Wir fuhren einen Tag früher nach Sorong zurück, nahmen ein gescheites Hotel und fuhren zur Blutabnahme. Nach 2 Std. wußte ich, daß ich keine Malaria sondern Denguefieber hatte und daß die Thrombozyten und die weißen Blutkörperchen zu wenig waren.

Und zwar eine leichte Variante des klassischen Dengefiebers, einem Viruskrankheit. Auch hatte ich weder Muskel-oder Gliederschmerzen oder sonstige grippeähnlichen Anzeichen, war nur schlapp und appetitlos. Behandlung: nur Paracetamol gegen die Symptome.

Man empfahl mir, eine Infusion im Krankenhaus zu machen, ich mußte aber dann über Nacht zur Beobachtung bleiben. Morgens nochmal Bluttest, dann war´s schon besser und ich ging.

Tags drauf flogen wir nach Ambon, wo wir Weihnachten verbringen und Nähe Airport tauchen gehen wollten. Das konnte ich mir abschminken, aber wenigstens Frank konnte „Critters“ gucken gehen.

Nach einem Tag waren die Kopfschmerzen weg, und die 3 Paracetamol pro Tag auf Null runter gefahren. Ich konnte wieder essen, wenn auch wenig.

Ist trotzdem schrecklich, fast nur herumzuliegen und sich zu schonen. Drei Tage fühlen sich an wie ein Monat. Mochte schon gar nicht mehr lesen und für mehr war anfangs noch keine Power.

Aber am 24.12. bestieg ich ein Bemo und fuhr zum Markt nach Ambon, um mir Obst zu besorgen. Hatte wieder Spaß mit den Leuten und wußte, es geht aufwärts. Jetzt muß nur noch das Bier aufhören wie Medizin zu schmecken, dann ist das Leben wieder lebenswert. (Nein, ich habe kein Bier getrunken, nur einen Teelöffel bei Frank probiert, ob´s schon so weit ist.)

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