Weg zurück nach Ambon

Da wir zu bequem waren, morgens das Publik Boot um 7 Uhr nach Bandaneira zu nehmen, fuhren wir mittags, nachdem das Wetter umgeschlagen hatte. Super Entscheidung. (Asche auf mein Haupt, ich hätte es wissen müssen – morgens ist meist gutes ruhiges Wetter!)

Die Rückfahrt von Hatta nach Ambon in einem Tauchboot gestaltete sich dann auch problematisch: hohe Wellen, starker Wind und laufend Regen, der quer kam.

Das Gepäck lag mit einer Plane bedeckt auf dem Boden des Boots, meinen kleinen wichtigen Rucksack mit aller Elektronik hatte ich auf dem Schoß, großer Fehler, den Bauchgurt mit Pass und Geld am Bauch, wenn auch unter der Regenjacke.

Da ich mit Hanne weit hinten im Boot saß, bekamen wir die ganzen Wasserfontänen des Bootes ab. Ich konnte gerade noch den kleinen Rucksack nach vorne weiterreichen für unter die Plane – eine weise Entscheidung. Und ansonsten habe ich mich so weit vorgebeugt, daß ich den Bauchgurt trocken halten konnte.

Dass man solche wichtigen Dinge immer vergißt !!!

Die Einheimischen sitzen immer vorne im Boot, das hebt sich raus und wir blöden Ausländer krabbeln nach hinten Richtung Motor und kriegen die Wassersalven ab.

Trotz Regenjacke waren wir klatschnaß als wir ankamen.
Aussteigen war der nächste Horror, hier legt man ja meist nicht am Steg an. Es geht über ne Art Hühnerleiter irgendwie ans Land, unter Zuhilfenahme von zwei starken Händen junger Kerle, die einem an Land zoppeln.

Die Rucksäcke schafften diese Leute aber recht schnell aus dem Boot unters Dach. Trotz allem, viel viel naß – und zwar Meerwasser – was ja nicht trocknet.

Und dann warteten wir noch fast eine Std. bevor der Regen nachließ.

Grund:

Zwar lag unser Hotel fast nebenan, aber wir konnten unsere Taschen nicht dorthin rollen a) wären sie komplett nass geworden und b) stand auf dem Weg das Wasser so hoch, dass die Räder zu klein dafür waren.

Das mit der Zimmerreservierung hat glücklicherweise geklappt, Anruf von Hatta aus. Denn immer, wenn das Schnellboot aus Ambon oder nach Ambon abfährt, gibt es auf Bandaneira Bett-Notstand.
Deshalb unsere Freude, daß wir ein Zimmer bekommen haben. Aber die hielt auch nicht lange an, denn der Hafen von Bandaneira war gleich neben dem Hotel und dort lag ein großes Transportboot, welches so laut dröhnte, dass wir fast unser Wort nicht mehr verstanden.

Aber auch dieses fuhr um Mitternacht weg, dann war endlich Ruhe.

Das ist eine Sequenz vom Traveln auf den Molukken. Und nicht zu vergessen – fast keiner spricht Englisch !!! Ohne Bahasa Indonesia geht fast nichts.

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