Ko Surin

Der Inselgruppe auf der Andamanenseite mit fantastischen Korallenriffen und viel Fisch machte 2010 El Nino mit 32 Grad Wassertemperaturen seinen Garaus und hinterließ eine weiße Wüste unter Wasser.

Die Fische blieben natürlich da. Deswegen ging auch der Tourismus dort weiter.

Aus Berichten vom Internet konnte man überhaupt nicht beurteilen, wie es heutzutage ist.

Also: Hingehen und Gucken. Zeit hatte ich ja.

Ich traf mich mit meiner Nichte Marlene, die auf Koh Tao (Thailands Bayseite) ihren Tauchschein gemacht hat, in Khura Buri, dem Ausgangsort für die Touren nach Koh Surin.

In dem Örtchen traf uns der Schlag, als wir von den Preisen hörten. Mittlerweile 1700 Baht hin und zurück kostet der Transport mit dem Speedboot (60 km eine Strecke), 500 B. NP-Gebühr (NP = Nationalpark) – und: in allen Thai-NP´s gibt es keinen Alk. Noch nicht mal ein Bierchen. Gefängnisstrafe steht drauf, falls man erwischt wird. Ich habe recherchiert und rezitiere:

Das Gesetz trat bereits im Jahr 2010 in Kraft infolge einer gewaltsamen Auseinandersetzung innerhalb einer einer Gruppe thailändischer Teenager im Kao Yai NP, bei der ein Student erstochen wurde. Und bei dem Vorfall war Alkohol im Spiel.

Wir legten im Vorhinein fest, dass wir nur 2 Nächte bleiben, aber Verlängern oder Verkürzen ist kein Problem.

Es gibt den Hauptlandepunkt – dort ist der 1. Zeltplatz – auch Bungalows sind available, für teuer Geld.

Wir wußten bereits, dass die 2. Anlaufstelle die bessere Ecke ist – ohne Tagestouristen, also fuhren wir dorthin.

Ihr könnt euch meinen Schock nicht vorstellen, als ich die Zelte dieses Armeeausbildungslagers sah. Siehe Foto, kann ich da nur sagen – mir fehlen immer noch die Worte. Eng eng eng und ohne Geschmack hergerichtet das ganze.

Und die erste Reihe mit Blick auf die Bucht war ausgebucht oder reserviert. Wir hatten keine Wahl, nahmen uns 2 Zelte, 2 Schlafsäcke und jeweils 2 Matten. (1 Art Gummimatte hatte eine Stärke von 3 mm.) Die Preise dafür waren ok.
Essen gabs in einer Art Bahnhofshalle mit Kantineeigenschaften, aber das Essen war gut und nicht überteuert. Natürlich keine Preise wie auf der Straße.

Bei Ebbe geht weder Schwimmen noch Schnorcheln. Außerdem muß man, um überhaupt um die Inseln herum schnorcheln zu können, Schnorcheltrips buchen. Als Schmuggel-Guddi gönnten wir uns Thaiwhisky mit Cola. Fiel nicht auf wegen der Farbe.

Wir wachten am 2. Morgen auf vom Getrommel des Regens, aber das Zelt blieb trocken. Gerädert natürlich – Schlafen trotz 2 Matten fühlte sich an, wie Schlafen auf dem blanken Boden.

Um 8 Uhr war der Himmel wieder blau und wir gingen schnorcheln.

Ist nicht schlecht unter Wasser, was die Fische angeht – keine größeren Fische natürlich – viele abgestorbene Korallen – aber es regeneriert sich wieder. Meist Hartkorallen aber recht gute Sicht.

Am Abreisetag regnete es morgens dreimal – ganz schöner Akt, Packen und überall Pfützen mit nassem Sand vor dem Zelt.

Wir ärgerten uns über den Rücktransport. Stiegen bei uns also ein, Platz Nr. 2 – fuhren zum Platz Nr. 1 – dort warteten wir 1,5 Std. aufs Speedboot. Dann eine Std. bis Khura Bhuri Pier. Dort sagte uns Sabina Tour, wir müßten noch eine gute Std. warten, bevor wir den Rückfahrtsservice zu unserem Hotel bekommen. Aber in der Zeit könnten wir bei ihnen duschen, Kaffee trinken und Relaxen!!! (Und das ganze Gepäck wieder auseinandernehmen !!!!!!!!!) Grrrr.

Da sprang ich fast aus der Hose und sagte, nein, wir wollen sofort zurück. Die Truppe, die bei Tom&Am gebucht hatten wurden gleich vom Pier aus heim gefahren. Wir mußten nochmal 100 B. Zahlen, dann klappte das aber auch. Wie toll, wieder in unser schönes großes sauberes Zimmer im Tararin Resort heimzukommen und dort zu duschen!

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