Sa Kaeo

2 Tage bei Saranjas Familie auf dem Lande in Sa Kaeo

Frank und ich fuhren von Trat aus mit dem Bus los und bekamen die Auskunft, dass wir nach 3 Std. in Sa Kaeo ankämen. Niggese – wie der Darmstädter sagt.

Es wurden 4,5 – aber wir wurden gut mit einem Film unterhalten, der in die Kategorie Buddyfilme fiel – laut Frank –, danach kam auch noch der Fluch der Karibik Teil 6, weil wir ja so lange fuhren. Die Lautstärke war so hoch, dass es uns trotz der Ohrstöpsel noch zu laut war. Aber die Klimaanlage war angenehm – sehr selten hier – und man kann ja nicht alles haben!!!

Saranja und Tang holten uns am Busbahnhof ab und brachten uns zum neuen Haus auf dem Lande, wo wir fast die gesamte Familie von Saranja antrafen. Ich brauchte 2 Tage, bis ich kapiert hatte, wer nun Schwager, Bruder, Schwester, Schwägerin und Verputzhelfer war.


Es war ein heißer Tag – wir freuten uns alle auf den Abend. Gekocht wird fast nie – vor allem nicht für die ca. 15 Personen. Da fährt man schnell zum Nachtmarkt und kauft für deutsches Kleingeld die leckersten Curries, gegrillten Fisch und Fleisch, frisches Grünzeug zum Dazuessen. Alles schön in Plastiksäckchen verpackt. Und – neue Erfahrung – man kann diese Plastiksäckchen sogar heiß machen !!!

Tische für 15 Personen gibt’s natürlich hier in keinem Haushalt. Deswegen hat man einen großen, fast leeren Wohnraum. Dann wird eine Bastmatte ausgebreitet, alles an Essen auf Tellern und Schalen auf die Matte gestellt, alle setzen sich auf den Boden drum herum und los geht’s. Der gute Reis von Zuhause (Surin, Gebiet der Isan, Khorat Plateau, da, wo Saranja herkommt) darf natürlich nicht fehlen.

Zusammenfassend muss ich sagen, dass die Thais doch viel Fleisch, frittiert, gebraten und Fisch essen – kleinen Fisch mit Gräten – für mich Fischgekrotzel. Es wird mit den Fingern auseinander gezutzelt und mit Reis zusammen in den Mund gesteckt, wie fast überall in Asien.

Leider haben 90% der Curies irgendeinen undefinierbaren Fleisch- oder Innereien-Anteil – wir sind das nicht so gewohnt. Es gab aber immer auch mindestens ein vegetarisches Curry oder mit Hack gefüllte Bittergurke (mein Lieblingsgemüse – nee, wirklich nicht) oder gebratene Hühnchenstücke. Alle wurden satt und waren happy, weil es ihnen so gut schmeckte.

Wir genossen den lauen Abend mit Bier, die Thais hielten sich an Whisky mit Eis und die Damen der Familie spielten im gekühlten Wohnzimmer Karten.

Am nächsten Tag besichtigten wir die Umgebung. Da gibt es sogar einen Stausee, zu Fuss erreichbar. Pflückten Tamarinde vom Baum, bestaunten den tollen Garten von Saranja – und da gibt es nichts an Blumen, Stauden, Bäumen und Früchten, was hier nicht wächst. Hat man innerhalb von fast 2 Jahren alles angepflanzt. Echt super.

Am 10. fuhren wir alle zusammen mit dem Zug nach Bangkok – von einem Minibahnhof aus, 5 Std. lang – ohne Stress und Staus. Wunderbar.

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