Prachuap Khiri Khan (PKK)

Nach 14 Std. inkl. Pausen erreichten wir PKK gegen 20 Uhr, bezogen unser super Zimmer und gingen schnell zum Seafood-Nachtmarkt essen. Es war kaum was los, da viel Wind aber der hörte gegen 21 Uhr auf und wir genossen lecker Essen mit eiskaltem Bier. Unglaublich, was diese Stände anbieten, von Fröschen über Pfeilschwanzkrebse und einiges, was undefinierbar aussah, weißen Wabbel-Wabbel halt. Und ich Feigling traute mich nicht, so einen Pfeilschwanzkrebs zu essen.

Leider haben wir eine Schlechtwetterperiode für die 3 Tage PKK erwischt. Kühler Wind peitschte vom Meer her, bedeckter Himmel und ab- und an leichter Nieselregen ließ die Temperatur sinken. Schade, daß man von den Cafes und Restaurants an der Promenade gar nichts hatte, und den schönen Balkon mit Meerblick konnten wir auch nicht nutzen.


Also mieteten wir Räder (50 Baht pro Tag (1,30 €) und fuhren los. Schon die Parallelstrasse zum Meer war windstill und wir erkundeten das Städtchen. Sehr übersichtlich, wenig Verkehr – alles sehr entspannt. Und morgens gibt’s auch für uns als Frühstück überall die herrlichen Nudelsuppen. Allerliebst fand ich die praktischen Mülleimer am Tischbein.

Abends wunderten wir uns über europäischen ältere Männer, die zahlenmäßig schon auffielen. In einem Cafe konnte ich fragen und erfuhr, dass hier viele Rentner leben – PKK ist günstig, hat alle Facilities und ist nur ca. 4 Std. von BKK entfernt. Besonders voll war das Schnitzel-Restaurant abends, wahrscheinlich die Stammkneipe der deutschen Rentner.

Der Badestrand ist mit dem Rad gut zu erreichen, lecker Essen, Bier und Wein sind available und für 200 B. kriegt man schon ein anständiges Zimmer. Auch in unserem Hotel. Denn unser Zimmer hat übrigens nur 420 B gekostet = 11€ zu zweit! Und unten im Shop rund um die Uhr heißes Wasser, Eiswürfel, kaltes Bier – für normales Geld – ziemlich einzigartig!!!

Wir versuchten, den „Spiegelberg“ mit seinem schönen Tempel zu erklimmen, guckten uns aber erst einmal mit aggressiven Makakenhorden unten an, die besonders gerne das Spiegelglas von Autoseitenspiegel klauten, während die netten Thais Futter für sie kauften. Frank fand einen Stock, wir stiegen durch die stinkende Affenscheisse und die uns beobachtenden unberechenbaren Affen nach oben. Plötzlich fühlten wir uns nicht mehr wohl und gingen wieder zurück. Unkalkulierbares Risiko, unkalkulierbare Folgen und Scheiss auf den Ausblick, war ja eh Mistwetter.

Abends aßen wir in einem Restaurant, welches Planen gegen den Wind gespannt hatte.
Echt kein Thailandfeeling – aber frische Shrimps (mit mitgebrachter Rouille) waren die Entschädigung.

Am nächsten Tag fuhren wir zum 4 km entfernten Strand, Ao Manao, der mir überhaupt nicht gefiel.

Im einem Blog und Thai Reiseführer wurde er als idyllisch beschrieben mit kleinen Fressbuden, wo es göttlichen Papayasalat und anderes gibt.

Ich hatte mir einen hellen langen Sandstrand vorgestellt mit kleinen mobilen Fressbuden. Es war ein militärisch geregelter Strand, der große Thaigruppen gefällt, die Restaurants waren seelenlose Imbissbuden im Stil eines Mall. Ok, wir Europäer sind hier mal nicht die Zielgruppe.

Wir folgten einer „Bikeroute“, die windstill war und uns zu dem netten kleinen Ort Ban Khlong Wan führte, wo wir uns an einem mobilen Restaurant festsetzten.

Die Inhaberin sprach Englisch und wir hatten gleich einen guten Draht zueinander. Herrlich, mit was für einfachen Mitteln sie die leckersten Dinge zauberte und bald zeigte sie mir, wie sie Saucen und andere Ingredienzen zusammen mischte. Ich fühlte mich reich beschenkt.

Noch 15 km im Gegenwind zurück nach PKK, dann tat uns der Poppo weh.

Aber das Wat Koh Lak in PKK mußten wir noch besuchen. Ein Monastery mit diversen Pagoden als Friedhof, sehr interessant und ohne Affen, dafür zehn kläffenden Hunden.
Aber als Belohnung gab´s abends in einem italienischen Rentnerrestaurant mal Spaghetti und Pizza!

Am letzten Tag machten wir alles zu Fuß. Die Minibus-Station für unsere Weiterreise nach Hua Hin haben wir nicht gefunden, dafür war der Zug um 10 Uhr die Alternative, besonders für den Preis von 19 Baht (!!!) pro Person.

Am letzten Abend wurde das Wetter auch wieder besser und wir starteten unsere lange Weiterreise nach Trat auf die Ostseite Thailands in der Sonne.

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