Raja Ampat 3

Seit FR, den 29.11. bin ich jetzt in einem super netten Homestay (8 Hütten) mit Diveshop und beschloss, hier den Rest meiner Tage (9 Nächte) bis Ambon zu verbringen.

Den Tauchlehrer Enzo kenne ich noch von 2011 – da gabs gerade mal eine Handvoll Homestays, als ich das erste mal mit Frank hier war.

Zwischendurch war ich Geld in Waisai ziehen, dem Fährhafen von Raja Ampat, denn dieses Tauchen hier musste ich nutzen. Schlussendlich habe ich für die 9 Nächte mit Essen und 10 Tauchgängen 500€ bezahlt.

Kurz nicht aufgepasst beim Aussteigen aus dem Boot, ein Fuß drin, einer auf dem Sand, ich guckte hoch zu einem Bungalow, weil da einer rief, das Boot bewegte sich, ich verlor das Übergewicht und stürzte ins Wasser. Die Handtasche dippte eine halbe Sekunde ins Meer, ich riss sie ins Boot zurück, knallte mit den Rippen an die Bordwand – Aua – die Tasche war nass, aber das Handy blieb trocken. Da machen geprellte Rippen auch nichts aus. So schnell geht’s.

Das Gute an Raja Ampat ist, dass alle Bewohner die Unterwasserwelt hier zu schätzen wissen und behandeln sie dementsprechend, denn die tauchenden und schnorchelnden Touristen sind ihre Einnahmequelle geworden.

Leider sieht das Meer im Rest von Indonesien ganz anders aus – wie oft bin ich schon inmitten Inseln von Plastikflaschen und Pempas aufgetaucht und habe mir den Weg am Strand durch den Müll gebahnt. Eklig!

Jetzt mal zu meiner großen Leidenschaft, dem Tauchen:

Die Tauchgänge hier sind hier wirklich außergewöhnlich. Man hat oft ordentlich Strömung – aber da ist dann auch viel Fisch. Ich habe einen Tauchplatz dreimal betaucht und er war jedes Mal anders, bedingt durch die Strömung. Ganz schlecht ist die Sicht jetzt zur Mantasaison: von 5-15 m – das nervt mich total. Aber man kann nie alles haben.

Es gibt wenig Plätze in der Welt, wo sich so viele „Herden“ (beim Tauchen heißt das Schulen) von Fischen tummeln.

Egal ob das Jacks (siehe Foto), Bumpheads (Riesenpapageienfische mit einer Beule oberhalb der Augen), Barrakudas oder alle Arten von Doktorfischen, Snappers, Redtooth-Triggerfische oder Füseliere sind. Dazwischen White- and Blacktip Reefsharks, auch mal ein Greyshark, Tunas, Napoleons,Teufelsrochen, Riesenbarsche und auch Mantas. Dazu das übliche Riffgewabbel und das in Massen. Dazu kommen alle Sorten heile Weich- und Hartkorallen – und das bei 29 Grad Wassertemperatur! Und das ist faszinierend!

Heute bin ich abgetaucht und hatte statt Luft plötzlich Wasser – ihhh. Kam die 3 m wieder hoch und wir guckten – und siehe da, da war ein seitliches Loch im Atemgerät nicht mehr geschlossen. Irgendwas war rausgefallen und da kam Wasser zusätzlich zur Luft rein.
Alla gut – ich steckte den Finger ins Loch, dann hatte ich wieder Luft pur. Also geht doch. Weitermachen, runter. Nach einer Stunde war mein Finger zwar etwas „ausgeleiert“ – aber meinen Tauchgang hat sich gelohnt.

Ein Ozeanic Manta (6 m Spannweite) schwebte ganz nah über mich hinweg und hat sich wahrscheinlich auch über mich amüsiert, weil ich die ganze Zeit die Hand vor dem Mund gehalten habe wie: Huch – ein Manta. Wir haben später viel gelacht über die Situation.

Das fehlende Teil lag glücklicherweise im Boot, wir fanden in der O-Ring-Kiste den passenden Gummi, wurschtelten ihn wieder rein – jetzt kann ich wieder entspannter atmen. Tja, eine neue Erfahrung gesammelt.

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