Bundi 2

Wir liehen uns Räder und fuhren zum See Jait Sagar, eine schöne Tour bis zu einem alten Jagdschloss, welches heutzutage fest in der Hand von Affenhorden ist. Dahinter erstrecken sich die Felder. Hier wird viel Gemüse angebaut und so gute Möhren, Tomaten und weiße Rüben habe ich in Deutschland auch im Sommer nicht gegessen.


Wir vertrieben uns die Zeit mit Herumstreunen in der Altstadt, dem Basarviertel, mit viel Gucken und Fotografieren, mit Leuten reden und ausprobierten diverse Rooftop Restaurants aus.

Einmal wurden in einem kleinen Tempel zum Essen eingeladen – die Menschen hier sind wirklich sehr gastfreundlich und interessiert an uns. In diesem Stadteil erlebten wir einen der schönen Moped-Milchmänner bei Verteilen seiner Ware.

Nachmittags lag ich meist in der Hängematte und las, während Gisela ihre 100.000 Fotos sichtete und verwurschtelte. Die Zeit wurde uns nicht lang.

Die Travellerecke ist zwar etwas „verkehrsberuhigt“, aber die Mopeds hier können ohne lauteTröten halt nicht fahren. Das hört zwar abends auf, doch dann setzen die Hundehorden heulend und bellend ein – wie auf Thailands Inseln. Echt ätzend! Ohne Ohrstöpsel geht es hier in keiner Nacht. Dagegen war unsere Unterkunft in Orcha das Ruheparadies pur.

Gestern machte ich einen kleinen privaten Kochkurs, denn ich wollte lernen, wie man Sabudana macht. Das sind Sagokügelchen, die in transparente Perlen umgewandelt, mit Indian Spices, Tomaten, Kartoffen und Koriander gewürzt und dann gebraten werden. Ich zahlte das ganze Essen für vier und verbrachte eine Stunde in der Küche der Frau von einem Miniaturenmaler, den ich schon länger kenne. Jetzt habe ich wieder was Neues für meine Vorspeisengläschen!

Am Samstag geht’s mit dem „Bummelzug“ 2 Std. nach Chittorgarh, unserer nächsten Station bevor wir zum Abschluss unserer Reise nach Udaipur fahren.

Kommentare sind geschlossen.