Organisation vor Ort

Überhaupt ist es in Pearl Lagoon sehr schwierig, etwas zu organisieren. Keiner weiß was, oder vieles wird im unklaren gelassen. Man weiß nie genau was man kriegt oder auf was man sich eingelassen hat.

ich will jetzt mal schildern, wie so etwas abläuft und mit welchen Entscheidungen ich da laufend zu kämpfen hatte:

Ich war mittlerweile schon 5 Nächte da und überlegte, was ich noch so unternehmen könnte , aber fast alles geht nur auf dem Wasserweg und es gibt keine richtigen Informationen über die Orte (auch nicht übers Internet).

Die Halbinsel mit Tasbapouni interessierte mich, weil sie eine interessante Lage hat und eine Bekannte es positiv erwähnt hatte.

Ich dachte also, ich fahre mit dem public boat einfach rüber, aber nein, es gibt dorthin kein public boat. Es gibt nur ein Boot von Bluefields aus, in welches man zusteigen kann in Pearl Lagoon. (Ist eigentlich auch klar, in Bluefields kann man richtig einkaufen). Aber da denkt man erst einmal nicht drüber nach. Erzählt einem auch keiner, aber ich wurde vom Hostalbesitzer informiert, früh ans Pier zu gehen, um das zu klären.

Das erstemal war ich um 7.30 Uhr im Hafenoffice und bat die Dame, in Bluefields anzurufen, ob es einen Platz für mich gäbe. Sie hätte die Telefonnummer nicht für das Ticketoffice nach Tasbapouni.

Aber sie wollte probieren, es herauszufinden, ich liess meine Passkopie da und sagte, ich käme in einer Stunde wieder. Wollte Kaffeetrinken in der Bakery, aber die hatte noch nicht auf, obwohl sie angeblich um 8 Uhr öffnet. Ich ging heim, weiter packen.

Um 8.30 Uhr war ich dann wieder im Hafenoffice. Gute Nachrichten: Ja, Platz war möglich, aber zum Komplettpreis ab Bluefields. Dann käme ich aber erst mittwochs wieder zurück, es . Hm. Ob die auch lange genug stoppen, damit ich mein größeres Gepäck von der Lodge wieder abholen kann bevor ich zurück nach Bluefields fahre? Keine Ahnung. Dann gabs wieder einen längeren Schauer und der Himmel zog wieder zu. Und ich bekam Schiss, was ich in einem gottverlassenen Kaff mit zugiger, moskitoverseuchter Bude bei Regen treiben soll.

Ich sagte der Dame, das müsse ich jetzt erstmal wieder überlegen. Dann ging ich meinen Kaffee trinken, denn die Bakery hatte auf.

Später  kam dann die Sonne wieder raus, da sieht die Welt wieder anders aus. Aber MO Mittag hin und erst MI Abend wieder retour – und wie ist es dort? Konnte mir keiner erzählen. Findet man nicht im Internet.  Ich entschied mich dagegen.

Eine andere flexiblere Alternative war, mit einem Fischerboot nicht ganz so weit nach Kakabila zu fahren, dort zu übernachten und wieder zurück zu kommen.

Leider hat ein einheimischer Kokaindealer einen kolumbischen Kokaindealer erschossen vor ein paar Tagen und mittlerweile waren die Rächer angerückt, da der Täter flüchtig war mit Geld und Stoff.

Mir wurde abgeraten zur Zeit in Kakabila fröhlich herum zu spazieren. Tja, dann schrieb ich mich für die Rückfahrt nach Bluefields ein.

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