Marsa Alam 27.10. – 10.11.2015

Dieses Jahr sollte einmal ein Familienurlaub stattfinden: alle Geschwister der Familie Leonhard plus Anhang. Da mittlerweile vier Leute davon tauchten, beschlossen wir, zwei Wochen in dem kleinen Tauchresort Oasis in Marsa Alam, im Süden Ägyptens zu verbringen. Es herrschten 30 Grad, blauer Himmel, das Wasser ist 28 Grad warm – einfach göttlich. Und das Ganze ist nur 4,5 Std. weg von Deutschland. Oktober, November sind tolle Monate für Ägypten. Nachteil ist der teilweise recht starke Wind. Die Sonne geht um 6 Uhr auf und um 17 Uhr ist es schon wieder dunkel.

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Die Anlage liegt 15 Minuten vom Flughafen Marsa Alam entfernt, ist ohne Schnickschnack im Nubischen Stil erbaut, bietet einen Pool und einen Steg ins Meer. Abends hat man das Gefühl, man geht in ein Ägyptisches Dorf zum Schlafen – echt schön. Die meisten Bungalows haben Meerblick, oft aber einen etwas entfernteren Meerblick!


Meine Geschwister waren mit ihren Bungalows zufrieden, wir nicht, da wir im höchsten Gebäude der Anlage wohnten, dessen schöner Balkon von den starken Wüstenwinden gebeutelt wurde, zusätzlich hallte ein Generatoren-Lärm zu uns rüber, dass man meinte, man wohne neben der Autobahn. Wenn der starke Wind mittags zu Nord wechselte, hörte man den Lärm nicht mehr. Da alles recht ausgebucht war, mussten wir warten, bis wir in ein Zimmer nahe dem Meer umziehen konnten. Herrlich! Abgeschottet vom Wind konnten wir endlich unseren Balkon nutzen und ruhig war´s auch! Für die meisten Leute hier sind die Zimmer nicht so wichtig wie für uns, da sie nur eine Woche bleiben und viel tauchen gehen. Wir machen eher Urlaub mit Tauchen.

Das Essen ist gut (es gibt nur Halbpension), die Mitarbeiter sehr nett und die Beduinenbar mit dem originellen Typen Alla(h) hat es uns besonders angetan.

Man liegt windgeschützt auf ollen Teppichen und Kissen, (es gibt auch Shishas) schaut in den sternenübersäten Himmel, lauscht dem Meeresrauschen und lässt sich von ägyptischer Musik einlullen.

Die Leute der Tauchbasis Werner Lau, haben allerdings Dollarzeichen in den Augen. Mitgebrachte Tauchsachen sind nicht gut genug, so dass man sich deren Ausrüstungsteile für teuer Geld leihen soll und Nitroxkurse wollen sie einem auch gleich aufs Auge drücken. Die Preise fürs Tauchen sind teuer, besonders die Ausflüge! Und vorab Tauchpakete online buchen wollten wir nicht, die sind günstiger.

Meist fährt man mit einem Minibus zu Buchten und marschiert ins Wasser. Oder man geht ans Hausriff schnorcheln oder tauchen.

Die Sicht ist gut, die UW-Landschaften sind ok, an Fisch gibts die üblichen Verdächtigen, also nichts besonderes. Und dazu kommt, dass wir ja sehr verwöhnt sind, was das Tauchen angeht, so dass es für uns nicht value for money ist.

Insgesamt hatten wir eine schöne Zeit, was uns irgendwie gefehlt hat, sind Lädchen oder eine Stadt außerhalb der Anlage, wo man mal rumspazieren kann. Aber hier gibts nur Wüste und Resorts.

Aber wir trösteten uns mit Sundownern am Pool.

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