Hatta

An einem herrlichen Tag fuhr ich mit einem alten Bekannten mit einem von Baumaterialien beladenen Slowboat 2 Std. nach Hatta. Seit neustem brauchen die Schnorcheltripboote nur noch eine Stunde, 40 Ps Motor.

Ceisar baut auch einen Homestay auf Hatta. Inzwischen gibt es vier Unterkünfte dort, die 2 – 6 Zimmer haben. Meist sehr einfach, oft die Matratze auf dem Boden und Gemeinschaftsbad. In 3 Jahren wird jeder Grundstücksbesitzer am Strand einen Homestay haben. Ein Diveshop ist auch in Planung. Man kann nur hoffen, dass sich das ganze wegen Geldmangels verzögert.


Ich kam bei meinem französischen Bekannten Martin unter und peppte den Speiseplan bei Mama mit mitgebrachten Gemüsen und Avocados auf. Da das publik Boot meist alle zwei Tage nach Bandanera fährt, gibts Eis und damit oft kaltes Bier, sehr angenehm, ansonsten Strom nur abends per Generator. Am ersten Abend kam ein Gewittersturm auf, dem das Hausdach nicht stand hielt. Es tropfte fast überall, leider auch auf mein Bett und es wurde eine recht feuchte Nacht.

Trotz der Beteuerungen unserer Mama, dass so ein Wetter nicht mehr vorkomme, zog ich am nächsten Tag in einen anderen Homestay mit neuem Dach. Gut gemacht, wie ich 2 Tage später fest stellte. Dort gabs Platz und supernette Leute in meinem Alter. Hatta ist ein fantastischer Schnorchelplatz mit vielen Weichkorallen und der Riffkante 20 m vom Strand entfernt. Man sieht unglaublich viel: Haie, Schildkröten, Napoleons, Barrakudas, große Snapper und Unicornfische und natürlich den üblichen Kleinkram und die Sicht beträgt meist mindestens 20 m.

Auf der Insel gibt es Kenarinüsse, Muskatnussbäume, “Urwald” und viel Fisch. Kaum zu glauben, dass man aber immer den Krotzelfisch vorgesetzt bekommt. Ich aß fast immer vegetarisch – und das schlecht. Das Essen ist – bis auf eine Ausnahme – leider nicht besonders. Kaum Gemüse, kaum Obst, die Homstaybesitzer haben noch nicht viel Erfahrungen damit, was Touristen so essen wollen. Manchmal hat man auch das Gefühl, es ist ihnen egal, sie sind restistent was Obst- und Gemüsewünsche aus Bandaneira angeht. Oder es ist ihnen zu teuer. Aber man kann ja nie alles haben …

Herrlich und typisch indonesisch war auch wieder die Story, dass man eine Art rötlicher Schmuckstein in einer Inselecke gefunden hat . Also schleppten alle Bewohner diese Steine bei, von denen sie sich Reichtum erhoffen, wenn sie diese in Ambon verkaufen. 3 Tage lang gab es gar keinen Fisch, weil auch auch alle Fischer am Steinesuchen waren. Ich wollte eigentlich nur zwei Nächte bleiben, aber wegen erneutem Sturm mit Ganztagsregen trat auch die Regel außer Kraft, dass alle 2 Tage ein Boot nach Bandaneira geht. Glücklciherweise spielte das Wetter dann mit und Martin konnte am Tag drauf seinen Mini-Flieger nach Ambon kriegen.

Auf Banda gilt die Regel, Zeit mitbringen – sonst kann man die Anschlüsse an alle Transporte nach Ambon vergessen.

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