Bomba

Am nächsten Tag ging es mir besser außer dem Kopfweh und ich fuhr zum kleinen Hafen, um meine Schweizer Bekannte zu treffen und mit ihr nach Bomba zu fahren. Normalerweise geht immer ein Boot samstags, nur heute mal nicht, also nahmen wir die andere Möglichkeit, ein Boot zur anderen Inselseite von Bomba, wo uns Ojeks erwarten würden. Vor 3 Jahren hatte ich dasselbe Pech, aber da war wenigstens ein Moped da, dieses Mal mussten wir in der Hitze den steilen Weg eine Stunde lang laufen bis wir in ein Dorf kamen.

Dort fand ich eine Auto, welches uns nach Bomba rüber fuhr. Übersetzen klappte auch nicht so einfach, weil der Motor vom Resortboot kaputt war, die uns nicht holen konnten und wir ein Miniboot chartern mussten.

Statt normal um 12 Uhr waren wir dann um 16 Uhr da, fix und fertig und zum doppelten Preis, aber wir waren angekommen.

Das Highlight des Tages waren die neuen Hütten auf dem Hügel mit einer berauschenden Aussicht in alle Himmelsrichtungen und einem Lüftchen.

Nächste Überraschung kam dann, als ich mir die klebenden Kleider vom Leib gerissen hatte. Entzündete vereiterte Pickel vom Po runter bis zum Oberschenkel durch zuviel Sitzen und Schwitzen. Na klasse, das war´s dann mit dem Schnorcheln, ich hätte heulen können.

Am nächsten Tag entschied ich mich für Antibiotikasalbe und Doxicyclin, das musste eh weg, da bereits 3 Jahre abgelaufen und etwas Talg zum Austrocknen. Tja mein Körper lässt mich diesen November ganz schön im Stich, das Immunsystem ist ziemlich unten, denn ich habe nämlich auch seit zwei Wochen eine Lendenwirbel- und Schulterproblem. Und wie soll ich das mit Schwimmen beheben, wenn ich laufend offene Wunden habe?

abheilende Entzündungen

abheilende Entzündungen

Aber Disziplin, Zeit und Medikamente heilen alles, so konnte ich irgendwann doch wieder ins Wasser. Wir gönnten uns an einem windlosen Tag einen herrlichen Schnorchelausflug und fanden doch tatsächlich noch intakte Riffe.

Elisabeth und ich waren mittlerweile alleine im Ressort und genossen das sehr. Es ist ein Paradies hier, wenn man von den “Schlangen” absieht. Keine wirklichen Schlangen natürlich. Aber es gibt hier Seife klauende Ratten und Krebse, Eiertragende große Spinnen (wie bei Sifa) und die üblichen Verdächtigen.

Kulinarisches Hightlight waren meine 2 Lobster, die ich zusammen für 20 € ergatterte!!! Der Weißwein dazu hat mir echt gefehlt!

Am Samstag gehts über Ampana und Poso nach Makassar, wo ich auf Frank warte. (Ihr glaubt es nicht, es fuhr heute mal wieder kein Boot, aber sie haben eins von “offener See” herbeigewunken! Bin also in Ampana angekommen!)

Kommentare sind geschlossen.