Ampana

Der 20. November war transportmäßig mein Glückstag.

Kaum eine halbe Stunde im Bajodorf Pulau Papan gewartet und schon erschien um 7 Uhr die seit ein paar Wochen operierende kleine Fähre Dusantara. Und danach gleich eine zweite, die Duaputra. Beide fuhren nach Ampana. So was werde ich nie begreifen.

Egal, es war eine prima Fahrt, ich lag auf einer schönen Matratze, Fahrtwind am Körper und das Klo war auch ok, zwar nur ein fehlendes Brett im Boden, aber sauber, da genug Wasser. Das allerbeste war, dass wir am Hafen inmitten Ampana anlegten!

Den Weg zu meinem Hotel habe ich allerdings unterschätzt, garantiert Dreiviertelstunde rollerte ich in der Hitze! Dort angekommen – alles voll. Na klasse. Und wie meist, haben die Leute keine Ahnung, wohin man ausweichen könnte. Als setzte ich mich erst einmal und wischte den strömenden Schweiß ab.

Plötzlich kam ein Moped angefahren, ein Paar ging in einen Raum und kam mit Taschen heraus: Check out nennt man so was. Ratz fatz wurde deren Zimmer meins. Ließ den Fernseher raustragen und bekam wieder den Top-Preis von ca. 60.000 IDR = 4 €.

Zimmer Hotel Ananda, Ampana

Zimmer Hotel Ananda, Ampana

Nachteil war der Wasserfall im Bad, da sich der Hahn nicht zudrehen ließ (kann wie Folter sein) und die laute Moschee nebenan. Mittlerweile lassen die Imams auch Kinder plärren, die so falsch singen, dass sich einem die Zehennägel hochbiegen. Das ganze lässt sich aber mit Ohrstöpseln abmildern.

Abends ging ich kaltes Bier suchen, fand auch das letzte und einzige im Kühlschrank vom Oasishotel. Danach aß ich im Warung Mie-Goreng, welche aber sehr fettig waren. Schon auf dem Rückweg bekam ich Kopfschmerzen. Nachts dann Dünnpfiff mit Übelkeit und am nächsten Tag lag ich flach. Ich fraß die Iboprofen wegen des stetigen Kopfwehs wie Bonbons und mir war immer noch übel bis die Hajmola aus Indien dann doch griffen.

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