Togeans

Die Togean Islands befinden sich im oberen Drittel von Sulawesi und das „Meer“ ist eigentlich ein großer Binnensee, allerdings nach Osten hin geöffnet.

Weil diese Inseln bisher recht schwer zu erreichen sind, halten sich die Touristenscharen in Grenzen, da die meisten Leute nicht so viel Zeit haben. Es gibt viele Inselchen, auf denen sich inzwischen einige Resorts befinden. Es gibt zwei public Boote, die diese Inseln alle zwei Tage anfahren, falls es nicht wieder mal ein Spritproblem gibt. Und das abstruse ist, das manchmal die beiden Boote nacheinander auftauchen, wohingegen es danach dann mal zwei Tage lang gar kein Boot gibt. Als Europäer bleibt einem bei so was der Mund offen, absolut unverständlich !

Es gibt zwei größere Fähren, die das „Festland“ mit den Inseln verbinden. Die Strecke Ampana – Wakai- Gorontalo und retour wird mittlerweile regelmäßig befahren. Die Strecke Marisa/Bumbulan – Dolong – Ampana wird auch befahren, nur ändern sich die Abfahrtszeiten laufend. Es gibt immer 2-3 unterschiedliche Infos. Deswegen ist der Abfahrtsort Bumbulan ein Problem, denn von Gorontalo aus muss man auch erst mal wieder drei Stunden hinfahren, und das macht man nicht, um nur mal zu gucken, wann die Fähre jetzt wirklich abfährt.

Also nahm ich sicherheitshalber von Gorontalo aus abends die normale Fähre und kam morgens gegen 8 Uhr in Wakai (Mitte der Togean Islands) an. Normalerweise hätte ich bis 14 Uhr aufs Public Boot warten müssen. Aber schließlich waren wir 7 Personen, die eine Insel in östlicher Richtung ansteuern wollten und suchten uns ein Charterboot.

Ach, was wurde wieder bei den Preisverhandlungen über die so gestiegenen Spritpreise gejammert. Als wir losfuhren, sprang nur einer der kleinen Motoren an. Der Fahrer fuddelte eine Stunde am zweiten rum, um dann festzustellen, dass wir wieder anlegen müßten, damit er den Motor reparieren kann. Für mich alles normal.

Nach ca. 2 Std., also gegen 11 Uhr waren wir dann abfahrtbereit, legten 30 Minuten später wieder irgendwo an, um ein Päckchen abzugeben. Dann streikte der zweite Motor wieder. Es wurde wieder eine halbe Stunde dran rumgefeilt bis er kam und 1,5 Std. später erreichten wir glücklich unser Ziel Katupat.

Herrlich, wieder zu kommen und sogar wieder erkannt zu werden. Gönnte mir einen schicken Bungalow und fühlte mich sauwohl in diesem Familienbetrieb. Körperlich geht es mir nicht so gut LWS-Syndron und Schulterprobleme trotz Gymnastik, Schwimmen und Massagen.

Nach ca. einer Woche fuhr ich weiter gen Osten und erreichte Sifa Cottages (zwischen Malenge und Dolong). Es war voll dort und ich bekam nur noch das simpel simpel Zimmer mit Klo outside. Das Highlight waren die besonders netten Leute (z.B. fünf Slowaken) mit denen ich viel zu lachen hatte. Die waren auch keine Kinder von Traurigkeit und abends gab es massig Arak!

Dann überkam mich aber der Inselkoller! Ja, jeden Tag Champagner ist auch nichts.

Ich war seit 3 Wochen nun auf Inseln mit Restaurant und wenig Auslauf. Kein Dorf, keine anderen Restaurants, zu oft die gleichen Leute. Und Tauchen wollte ich hier auch nicht, da ich das noch mit Frank ausgiebig in Wakatobi machen werde. Außerdem ist das Tauchen hier für mich (nur für mich !!!) no value for money.

Von Sifa wegzukommen ist auch nicht so leicht, und wer will denn schon um 4.30 Uhr losfahren. Aber – was ganz Neues – es gibt seit zwei Wochen noch eine Fähre namens Nusantara, die ich von Malenge aus nach Ampana ausprobieren werde. (Hat gut geklappt). Plan ist: zwei Tage Stadt Nighlife usw – ha ha), dann nochmal ne Woche „Champagner“, aber dort auf Bomba treffe ich eine Bekannte von den Molukken 2010.

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