Gokarna – ein Wiedersehen nach 10 Jahren

Gokarna ist ein recht konservativer Pilgerort mit einigen Stränden in 5 – 10 km Entfernung.

Aber es hat sich in Gokarna und an den Stränden innerhalb von 10 Jahren fast nichts verändert. Nur die Anzahl der Kneipen und Accomodations am Kudle- und Om Beach hat sich erhöht. Damals gab es keinerlei Unterkünfte an den Stränden, heute bietet fast jedes Café unter den Palmen in teilweise schön angelegten Gärten Hütten und Zimmer an. Einfachst ab 300 Rs aufwärts, für einen Raum mit Bad muss man mindestens 500 Rs hinlegen = 5-6 €.

Zum Om Beach gibt es eine schlechte Strasse, die an den Beginn des ca. 1 km langen Strandes führt. Ich stellte meinen Rucksack in die Ecke und ging zum Strand runter – oh jeh, welch Aufgabe bei der Hitze, denn erst am Ende war das Nirwana Café, wo ich wohnen wollte. Da ich ja meinen Rucksack auch nicht 2 Stunden alleine am Weg stehen lassen
wollte, lief ich zurück zum Weg, wo die 10 Autorikschas parken. Ich fragte laut, ob jemand die Telnr. vom Nirwana hat. Sandy gab mir eine aktuelle Tel.nr. und ich rief an.

Good news, gerade was frei geworden. Sandy bot sich an, meinen 18kg Rucksack zu tragen – soweit bin ich schon !!! Er probierte es mit 200 Rs. – ich bekam einen Lachkrampf – für 100 gings dann natürlich auch. Es bewölkte sich glücklicherweise etwas und wir hatten Spaß auf dem langen Weg am Strand lang und im Nirwana ein nettes Zimmer in
einem schön angelegten Garten. Hier erhole ich mich jetzt von meinem langen Tempeltrip, bleibe eine Woche und chille.

Außer Schwimmen, Lesen, Musikhören, Hängematte, Essen und Trinken, mal an einen anderen Beach laufen und 1 x in die Stadt fahren gibts hier nichts zu tun. Größte Aufgabe bei meinen kulinarischen Ansprüchen ist, die Qualität und das Preis-Leistungsverhältnis in den diversen Restaurants zu eruieren.

Nur in einem Café gibt es richtigen Kaffee und nicht den schrecklichen Nescafe! Witzigerweise heißt dieser Kaffee hier Filterkaffee, es kommt aber ein Espressokännchen plus heiße Milch. Ist zwar kein Espresso, aber guter indischer Kaffee – wunderbar. Und ein schöner erhöhter Platz, das Sunsetcafe, von wo aus man die gesamte Szenerie überblicken
kann.

Nachdem ich mehrfach schlecht gegessen hatte (das schrecklichste Palak Paneer meines Lebens), und generell fadem Essen, weil alles auf Traveller abgestimmt ist, fand ich ein Café, wo die indische Mama kocht. Sehr gut, das ist jetzt mein Stammrestaurant.

Wollte in Gokarna den Doktor wiedersehen, der mich vor 10 Jahren wieder gesund werden ließ, traf ihn aber leider nicht an. Genoß es aber schon sehr, wieder durch diesen herrlichen Ort zu laufen. Der Dorfstrand ist verständlicherweise nicht toll, aber Richtung Westen erstrecken sich endlose (saubere!) Strände bis Goa.

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