Pondicherry

Andere sind unterwegs mit Freunden oder Familie – ich mit meinem Kind. Oder meinem Kindle – wie der Bayer sagt.

Ohne das gehts ja gar nicht mehr. Was ein Highlight für mich! Lese fast jeden Tag ein Buch, der kleine Bildschirm ist beleuchtet, mir fällt nicht mehr der Arm ab vom Hochhalten ein Buches auf dem Rücken liegend! Muss nichts mehr einteilen, Angst haben, dass ich kein Buch mehr tauschen kann – einfach herrlich! Und wenn ich mal ne gute Internetverbindung hab, lade ich mir Leseproben drauf und später kaufe ich das, was mit gut gefallen hat mit einem (!!!!) Mausklick . Wunderbar!!!! Genial!!! Der Traum der Technik! (Sorry für die vielen Ausrufezeichen!)

Meine Unterkunft im Franzosenviertel am Meer hab ich übers Internet – der LP ist da schon zu alt. Und wie klasse sind die Inhaber da! War ganz happy. KS in der Küche, tolles Zimmer, kochen auch für einem und WIFI.

Mein tolles Zimmer

Mein tolles Zimmer

Koloniales Pondicherry, heute Puducerry genannt. Tja, wenn man dieses Viertel so sieht, dann ist man nicht mehr in Indien! Hätte es nicht gedacht, aber es ist so! Das muss man erleben. Mit all den negativen Seiten (teure Restaurants und fast nur Franzosen) und den positiven: Die Straßen sind lesbar beschildert, müllfrei, leer, die Häuser schön, es gibt Wein (aus Indien), Salate, die man essen kann ohne gleich Amöbenruhr zu bekommen, Baguette soll es auch geben. Nur an die Obst- und Saftstände trau ich mich nicht so richtig ran. Obwohl ich heute einen am Meer gesehen habe, der hatte Bottlewater auf seinem Wagen.

Bin mit dem Rad rumgefahren, hab Sacre Coeur und Notre Dame von Pondicherry angeschaut – sogar den seltsamen Sri Aurobindo Ashram, der ja gar nicht an mich ging. Und als ich dann noch fragte, wer der Kerl sei, der da mit “Mutter” überall auf den Fotos drauf ist, erntete ich ungläubiges Staunen. Schande über mich (könnt ihr ja googeln …)

Habe mich entschlossen lieber noch eine Nacht mehr hier zu sein und dann die 3 kommenden Städtchen mit ihren Supertempeln in 3 Tagen zu machen, bis ich in Madurai lande.

Am letzten Tag hier machte ich noch einen Ausflug nach Auroville, der umgesetzte Traum der Menschheit. Wie es sich dort lebt, kann ich nicht sagen. Aber man kann immer noch einsteigen und sollte vorher 3 Monate Probewohnen, um zu sehen, ob die heeren Ziele für einem was sind. Habe einen ausführlichen Folder gekauft – wer Interesse hat, kann ihn bei mir ausleihen, da steht alle ganz klar drin.

Dahinter steckt die Idee, eine universelle Stadt zu schaffen, um gegenseitige Unterstützung, Liebe und gute menschliche Gemeinschaft wahr werden zu lassen. Bildung, Forschung, alternative Energie, und das beste Know-How aller Nationen zu verwerten sind die Ziele. Alle Völker findet man hier, als erstes unheimlich viele Inder, dann kommen schon die Deutschen und die Franzosen.

Um den Alltag dort nicht durch Besuchermassen zu stören gibt es ein Besucherzentrum mit Ausstellungen und man darf sich das Matrimandir, das spirituelle Zentrum aus der Entfernung betrachten. Es war beeindruckend, ich war froh, das alles mal gesehen zu haben.

11 - das Madrimandir von Auroville

11 – das Madrimandir von Auroville

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