Togean Islands

Long time no see and hear.

Wir flogen am 19.12. von Manado mit einem 18-Sitzer nach Luwuk. Von dort aus sind wir 7 Stunden lang mit einem Kleinbus nach Ampana gefahren. Wir übernachteten dort und am nächsten Morgen sind wir mit der Fähre 6 Stunden nach Wakai gefahren.

Frank hat sich schon die indonesische Lieblingsbeschäftigung abgeguckt.

Frank hat sich schon die indonesische Lieblingsbeschäftigung abgeguckt.

Dort erwartete uns ein kleines Boot, fuhr uns nach Kadidiri Island und wir bekamen einen tollen Bungalow für 13 € pro Nase inkl. 3 Mahlzeiten. Kaum hatten wir ein kaltes Bier ergattert, brach ein Unwetter los. Gut getimet.

Hütte in Kadidiri

Wir sind also mittlerweile auf den Togeans gelandet. Wie erwartet, ziemlich klasse. Anreise, auch wie erwartet, sehr mühselig (2-3 Tage), aber es lohnt sich.

Kadidiri Paradise

Denn die Leute, die hier am Ende der Welt zusammentreffen, sind ziemlich klasse. Zwei kannte ich schon von Bunaken, die anderen lernt man nach und nach kennen, alle interessant. Der jüngste ist 29 – der älteste 60.

Die herrlichsten Typen hier sind zwei Polen. Das erste mal für mich Polen, die keine all-round Arbeiter in Germany sind und Englisch sprechen, Der eine ist Geologe, der andere ein Kostümbildner in Opernhäusern. Ein offenes schwules Paar, das keinen Hehl daraus macht und seit 20 Jahren zusammen ist. Der eine 50, der andere 60. Und Richard, der Kreative, kann Stories erzählen, so habe ich schon lange nicht mehr gelacht. Wir saßen nachdem Mittagessen 3 Std. zusammen – auch herrlich, einfach die spontan aufgetretene Situation so genießen zu können.

Birgit-Richard

Die Tauchgänge hier sind oft tief (40-50 m !!!) also nichts für uns, aber es gibt auch Wände, also kein Problem für Flachtaucher wie uns. Die Vielfalt der Korallen ist traumhaft. Das einzige, was mich stört ist, dass es keine einheimischen Diveguides gibt. Die französische Unterwasserjagd ist nicht so mein Ding.

Wir haben unsere Pläne etwas geändert, da Franks Rückreise zum pünktlichen Rückflug von hier aus einfach nicht funktioniert, ohne dass er 3-4 Tage verliert. Also bleiben wir nur eine Woche hier und wechseln nicht noch in ein anderes Ressort auf einer anderen Togean-Insel

Wir werden Richtung Westküste von Zentral-Sulawesi, über Poso nach Palu/Donggala (10-12 Std.) reisen. Dort ist ein Flughafen, über den Frank am 1.1. über Makassar nach Manado fliegen kann. Ich muss dann wieder 6 Std. zurück nach Poso. Danach reise ich langsam weiter nach Süden, um ins Thoraja-Land zu kommen.

Bei Palu gibt es das Prince-John Ressort. Dort können wir nochmal tauchen und Silvester zusammen verbringen.

Am 24.12. habe ich meinen 500. TG gemacht !!! Abends deckten sie den Tisch draußen vor dem Restaurant für uns und wir saßen unter ein paar Lichtern in der lauen Nacht. Glücklicherweise keine „Holy-Night“ Songs sondern „Songs from Congo to Cuba (Putomayo)“, alles, was mein Latinoherz so begehrte. Perfekt.

Sonnenuntergang

Wir saßen später auf dem Steg und schauten ungläubig auf die leuchtenden Algen im Wasser, die ohne Licht einfach so aufblitzen. Gestern (nach Stromende) gingen wir nachts noch ins Wasser, um das ganze mal aus der nähe anzusehen. Frank nahm versehentlich eine Alge auf der Haut mit und leuchtete unter der Dusche.

Es geht mir bestens, habe immer noch kein Heimweh.

Gesundheitlich hat man ab- und zu mal eine kleine Unpässlichkeit. Z.B. ist ein aufgeschabter Knöchel bei meinem großen Salzwasserkontakt oder eine Anemonen-Verätzung sehr langwierig. Da ich ohne Füßlinge mit den Reinschlupf-Flossen tauche, hatte ich am Rist eine Wasserblasen-Krokodilhaut von dieser Berührung mit der Weichkoralle, die sich jetzt erst nach 1 Woche langsam abbaut. Eklig, aber nicht lebensbedrohlich.

Auch gibt es mal ein Kopfweh (nicht wegen zu viel Arak) oder Anzeichen von Erkältung, die aber bisher mit Globuli wunderbarer Weise nicht zum Ausbruch kam und wir immer tauchen gehen konnten, wenn wir wollten.

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