in Banda nicht ausgestiegen

Traurig aber wahr.

Nach einer sehr anstrengenden Fahrt von Tual nach Banda – 10 Stunden, ich dachte eigentlich nur an 6 – bin ich doch nicht ausgestiegen.

Wir fuhren um 5 Uhr von Tual ab, ich hielt mich immer draußen auf, nickte ab- und zu auf einem nach Farbe und Benzin stinkenden großen Gepäckstück ein, dann ging es mir irgendwann nicht mehr gut. Das Meer war ruhig, fühlte mich aber irgendwie mit Übelkeit befallen. Konnte den ganzen Tag nichts essen. Die Plätze in der Economyklasse sind nur Fakes, man kriegt keine Liege mehr trotz Nummer.

Als ich auf Banda ankam, war ich entsetzt ob der Einsamkeit der Inseln – kein größeres Boot in Sicht – und nochmals 8 Stunden bis Ambon. Ich war verzweifelt, weil ich nicht wusste, was ich machen sollte. Ich fragte nochmal, wann die Pelni auf dem Rückweg wieder vorbeikommt. 12.12., d.h. am 13.12. Ankunft in Tual, 1-3 Tage später Flug nach Ambon, 1 Tag später Flug nach Manado, d.h. ich wäre frühstens am 16. in Manado oder Pulisan angekommen. Zu spät um Frank zu treffen.

Jetzt weiß ich, dass ich die hereinkommenden Touristen hätte fragen können oder mal im größten Hotel am Platze anrufen können usw. Es gab nämlich ca. alle Woche auch ein Slowboat (18 Stunden) bis Ambon – auch kein Zuckerschlecken. Flugzeuge haben die Touristen, die auf Banda waren, seit Wochen nicht gehört. Was aber nichts heißt. Man bekommt hier einfach keine richtigen Auskünfte. Die kleinen Agenturen rufen nicht mal auf der Nachbarinsel an um sich zu erkundigen. Ist ihnen einfach egal.

Ich war so fertig und mir ging es nicht gut. Ich sah mir die Kabinen 1. und 2. Klasse an. Sauber, 2-4 Betten, eigenes Bad. Ich buchte um und ging erst mal schlafen. War gut so.
Als ich wach wurde, waren wir fast in Ambon. Nie mehr ohne so eine Kabine. Das hätte ich gleich machen sollen, dann wäre die überfahrt ein Zuckerschlecken gewesen.

Ich traf ein älteres, super nettes Ehepaar, die ca. 3 Wochen (!!) auf Banda waren. Wir taten uns zusammen und gingen in Ambon ins gleiche Guesthouse. Sehr nett da. Mittendrin. Heute morgen haben wir uns länger unterhalten.

Man kann sogar sein Visum hier in Ambon mit wenig Geld um 4 Wochen verlängern lassen. Mittlerweile weiß ich auch, dass man in Kuala Lumpur ein neues Zweimonatsvisum bekommen kann. In den Touristenorten gehen mittlerweile die Verlängerungen auch ganz gut. Bakschisch dafür allerdings zwischen 1 Millionen und 500.000.

Hier kostet es fast gar nichts. Mal sehen, wie die zwei es hinkriegen. Ich kann ja auch nochmal nächstes Jahr nach Banda kommen.

Kommentare sind geschlossen.