Aschgabat – Ankunft

Guter Flug, tolles Essen, eine 3-er Reihe für mich. Und unglaublich freundliche Stewards.

Landeten zuerst in Baku (dort ca. 50 Min. Pause), dann ging es noch eine Stunde weiter nach Aschgabat.

Wurde auch von Maya abgeholt. Dann fuhren wir statt ins Hotel zu ihrer Familie ca. 17 km außerhalb aufs Land. Das Zimmer für mich im Gästehaus war groß, muffig, aber ganz nett. Leider aber kein Bad, keine Toilette. Die Außentoilette, die auf dem Hof war, war zum Kotzen, indische Verhältnisse und alles voller Fliegen. Es gab ein Badezimmer im Wohnhaus der Familie, was so ärmlich und abbruchreif war, aber wenigstens war das Klo nicht so dreckig. Man gab mir einen Eimer für nachts, wenn ich aufs Klo musste.

Ich bat um eine Wasserflasche – uih, hatte man vergessen zu kaufen (später erfuhr ich auch warum, denn hatte Maya kein Geld bekommen. Das brachte ich ihr Gott-sei-Dank aus Deutschland vom SES mit). Ihr Bruder fand noch irgendwo eine halbe Flasche und brachte 3 Gläser an den Tisch, die aber so dreckig waren, dass ich da mit Abwischen auch nicht weiter kam.

Es kam noch heftiger.

Ich dachte, ok, Mann halt, der hat sie nicht gesehen, die sauberen Gläser, und lief in die Küche runter, schaute in den Schrank und dachte mich trifft der Schlag. Die Gläser dort waren noch dreckiger. Mama fand für mich eine große Kaffeetasse und schrubbte sie mit Soda (hatte das Pulver vorher noch nie gesehen). Die Küche war insgesamt so dreckig, dass ich sofort den Gedanken verwarf, überhaupt dort jemals zu kochen. Und essen schon gar nicht. Also ich musste von hier weg. Aber wie machen, ohne den herzensguten Menschen direkt vor den Kopf zu stoßen?

Wir saßen noch kurz zusammen und ich merkte der netten Dr. Maya an, dass ihr das alles peinlich war. Ich meinte, ich würde gerne in Aschgabat wohnen, nicht so weit von dem Office, wo ich tätig sein sollte, weit ab aller Märkte, Restaurants und dem Stadtleben. Sah sie ein und meinte, bitte gebe mir Zeit, wir gucken morgen, ob wir was anderes finden.

Also gut, ich ging schlafen – nam zur Sicherheit noch einen Schluck Whisky und legte mich ins Bett.

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