Tauchen Flores

Wozu braucht man beim Tauchen eine schwarze Plastiktüte? Müll aus dem Wasser sammeln?
Um den nassen Badekram einzupacken? Nein, nein, total falsch – obwohl das möglich wäre.
Tja, man lernt nie aus.

Man schlüpfe mit dem Fuß in die Tüte, nehme den Tauchanzug und stecke den Fuß in das Bein und schlupp, drin ist man. Dasselbe macht man dann mit dem anderen Bein.. Wer kein Taucher ist, weiß natürlich nicht um das Gezoppel, bis man in dem engen Neoprenanzug drin ist.

Und nun kommt das Loblied auf Flores. Ich habe fast noch nie solch unglaubliche Tauchgänge gemacht! Strömungen bis zum Anschlag (siehe auch Foto), und unter Wasser geht’s ab. Die Fischsuppe mit großen Fischen ist teilweise so dicht, dass man nicht hindurchgucken kann. Rein theoretisch steht mit vor Staunen immer der Mund offen, glücklicherweise atme ich aber durch meinen Regulator. Heute dachte ich, ich stehe unter Drogen, so unglaublich ist es. Kann man auch nicht schildern, muss man einfach erleben. Gott-sei-Dank ist es nicht laufend wie in der Waschmaschine, ab-und zu kann man auch anhalten, ohne dass es einem weiterträgt.

Heute hatten wir u.a. einen Riesenschwarm von Füsselieren, in dem die Jäger, Giant Trevallies ganz unruhig rumschwammen und nur auf eine Gelegenheit warteten, den Schwarm an die Oberfläche zu
drücken, damit sie aus dem Gefüge ausbrechen und die Jäger sich über ausbrechenenden Fische hermachen können. Wir hingen direkt unter, mal mitten, mal seitlich mit drin. Die Riesen Trevallies hatten teilweise eine Länge von ca. 1 m. Haie, Schildkröten, Schulen von allem, Surgeons, Sweetlipps, Rainbowrunners, Fischsuppe, Fischsuppe, aber auch schöne Korallen und Kleinkram, hier Critters genannt.

Kurz und gut, wir sind begeistert und zahlen gerne dafür. Noch dazu schlappen wir morgens gegen 8 Uhr durchs Dorf (siehe Foto) bis zum Steg, steigen auf ein sehr geräumiges super organisiertes Tauchboot, wo wir weiche Sitzmatten, Wasser, Tee, Kaffee, Schatten, Superservice und ein Klo vorfinden. Die Ausrüstung wird gepackt, gewaschen, aufgeriggt, nur Tauchen müssen wir selber.

Toll, bei dem heißen Wetter, die 1,5 Std. bis in den Komodo-Nationalpark zu fahren. (Im Dorf ist es tagsüber ohne Wind und Schatten nicht auszuhalten). Es gibt auch immer eine witzige Meeresbiologiestunde über irgendwelche Fische, super interessant, echt.

Und nette Leute, die Divemaster sind vom feinsten und seit 10 Jahren da, kennen sich aus wie in der Westentasche. Und es ist sehr beruhigend, wie sie mit den Strömungen umgehen, wir folgen ja nur. Man taucht hier in kleinen Gruppen je nach Können. Sie sind aber wirklich teilweise sehr heftig, diese Strömungen.

Also es gefällt uns super hier. Am 18. wollen wir dann langsam weiter in Richtung Maumere.

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