Mietwagen 1.Tag

Heute habe ich meinen Suzuki bekommen (sieht aus wie eine Kiste, ich wusste erst gar nicht, welche Marke es war). Der kostet 1 Mio. für fünf Tage (sind gerade mal 100 Dollar= 65€).

Als ich aus dem Airportgebiet rausfuhr, brauchte ich alle Konzentration. Ca. 20 km lang war die Hölle los auf der Gass. Ich betete laufend vor mich hin (denn ich sitze rechts, die Schaltung ist links, es ist alles andersherum):

  1. Links fahren.
  2. Der Blinker ist rechts, nicht laufend den Scheibenwischer einschalten.
  3. Nur nach Vorne orientieren, hinten regelt sich alles von alleine.
  4. Beim Bremsen nicht mit dem Auto nach links oder rechts ausweichen, denn dann fallen alle Mopedfahrer, die dich laufend von allen Seiten überholen, vom Sitz.

Als es vom Hauptgemenge Richtung Sanur, Gianyar und endlich nach Padangbai abging, wurde der Verkehr weniger und ich hatte endlich Zeit, das zu machen, weshalb ich mit dem Auto unterwegs war. Ich bog in viele Wege Richtung Strand ein, damit ich mal gucken konnte, wie es da aussah.

Da gab es einen ehemaligen Tempel am schwarzen Strand. Dort standen viele Mopeds und ein anderes Gebäude. Wie ich schon weiß, ist das ein Zeichen für Hahnenkampf. Männer + Hähne. Nicht Männer mit Hähnen. Aber das war gerade vorbei. Dafür sammelten eingemummelte Frauen schwarze kleine Steinchen am schwarzen Strand (???)

Egal, der seltsame Tempel war das Interessante. Gaudi-Strukturen. Ihr könnt mein Gesicht vor euch sehen, als ich entdeckte, dass die Türen zu waren.

Ok, nach dem Hahnenkampf blieben ein paar Jungs übrig – und wir waren ja in einer sehr untouristischen Gegend. Also fragte ich einen, nachdem ich eine Seitentür ausgemacht hatte, die nur mit einem Draht locker verschnürt war, ob er nicht mit mir gehen würde, mir das zeigen, sozusagen. Alibi-Indonesier.

Wir traten ein (Quatsch, wir zwängten uns durch die Latten) und ich war begeistert. Irgendwie irritierten mich die Theke und die Toilettentüren. Aber dann kam die Lösung, dieser alte Tempel wurde mal als Restaurant genutzt. Aber das ganze liegt so weit ab von irgendwas, dass das Scheitern kein Wunder war. Aber verrückt war das alles.

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