Vypin Island

5.-9.12.2025

Diesmal war der Transport sehr einfach. Zur Fähre laufen, drauf und los gings. Nach 10 Minuten waren wir auf der anderen Seite, Vypin ist ja eigentlich eine Halbinsel, da stand der Bus und wir fuhren nach Cherai.

Mit dem Tuktuk 2 km nach Cherai Beach Beach – auf die ruhigere Strandseite – und unser Vermieter erwartete uns schon.

Herrlich, waren allein auf der oberen Etage mit großer Terrasse und Blick über die Mauer aufs Meer.

Erstmal den Überblick bekommen, also los auf die andere Strandseite. Erinnerungen von vor 5 Jahren wurden wach und ich fand auch mein Lieblingsrestaurant wieder!

Es wurde unser Stammrestaurant, da sie auch Bierchen zum Essen servieren.

Der super nette Kellner informierte uns auch gleich über die 3 Tage Dry days während der Wahlen. Keinerlei Alkoholausschank ! Gut, wir gingen Bier kaufen, haben ja im Haus einen Kühlschrank.

Interessant ist, dass man hier, wie in einigen Teilen Sri Lankas große Probleme mit den Krähen hat. Da, wo man draußen sitzen kann, hat man außen herum Netze befestigt, so dass die Räuber einem nicht die „Wurscht vom Brot“ klauen können.

Natürlich fliegt mal der ein oder andere durch den Eingangsbereich rein, lässt sich auf der leeren Stuhllehne gegenüber nieder und wartet, bis man abgelenkt ist.

Abends nochmal dorthin, nächste Erfahrung, Moskitos unterm Tisch und keine Coils. Ich schlüpfte mit den Füßen in meine Windjacke.

Das Essen und das chilled Beer waren hervorragend hier. Außerdem amüsierten wir uns über die eigenwillige Innengestaltung.

Die Temperaturen abends zum Draußensitzen, ca. 26 Grad – da wussten wir noch nicht, wie kühl es später in Goa ist.

Auch die Bar auf der anderen Straßenseite guckten wir uns später noch an. Welch Überraschung nach dem dunklen Eingang – nette Kellner, kühles Bier, recht ordentliches Ambiente, AC, der noch akzeptabel war.

Unsere Terrasse war sehr entspannt, es gab immer eine Schattenecke und wir fühlten uns sehr wohl.

Morgens Kaffee machen mit dem Tauchsieder, dann schwimmen, und das Meer war warm und sauber. Frühstück bekamen wir wann wir es wollten.

Letzter Abend vor den 3 dry Days war wieder witzig: Großkampf Trinken der indischen Touristen im Restaurant, um 18 Uhr war Schluss.

Tags drauf holten wir uns prima Räder im Städtchen und fuhren am Meer entlang. Am Ende der belebteren Strandseite hörte der Strand hinter der Steinmauer auf, dann kam die Einfahrt mit den Netzen zum Fischereihafen und dann die Ecke, wo die Hochseekähne ihre Fische abluden.

Auf dem Rückweg kehrten wir verhungert in einem netten Restaurant ein.

Als wir heimkamen, belagerte eine 5-köpfige Familie die Terrasse und zog im Zimmer neben uns ein, dann war´s vorbei mit Lustig, der Ruh´ und Sauberkeit.

Sie machten sich breit, waren dermaßen rücksichtslos, so dass mir die Worte fehlten. Zu viele Menschen auf kleiner Fläche und nur einem Tisch.

Wir flüchteten, da aber die Kneipen dry day wegen der Wahl hatten, konnten wir der Familie nicht bis abends entkommen. Die Lautstärke war enorm, ich war ziemlich angepisst. Zum Biertrinken und Lesen saßen wir dann hinter unserem Bad und gingen früh mit Ohrstöppseln ins Bett.

Am nächsten Tag wurde von der Familie noch Wäsche gewaschen, die auch noch trocknen musste, aber dann hauten sie endlich ab.

Nach dieser neuen Erfahrung war mir endgültig klar, Europäische und Indische Touristen sind auf kleinen Raum nicht kompatibel. Was ich später in Goa immer wieder feststellen musste.

Insgesamt hat sich hier auf Vypin nicht viel verändert seit Covid. Es ist immer noch sehr beschaulich und nur am Wochenende wird’s geflutet von Indischen Familien.

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